“Der Social Media Release – Eine neue Form der Online Veröffentlichung und Verbreitung von Nachrichten und Informationen“

Direkter Download-Link des eBooks als PDF:
http://www.socialmediapreview.de/SocialMediaReleaseeBook.pdf
Autor: Timo Lommatzsch

Über das eBook:
In diesem eBook habe ich die wichtigsten Teile meiner Bachelorarbeit zum Social Media Release zusammengefasst, welche ich im Studiengang Public Relations an der FH Hannover, betreut von Prof. Dr. Ulrike Buchholz, verfasst habe. Das eBook befasst sich unter anderem mit:
- Den Grundgedanken hinter dem Social Media Release sowie seiner Entstehung und Entwicklung
- Dem theoretischen Aufbau und den Elementen eines Social Media Releases
- Dem praktischen Einsatz von Social Media Releases
- Einer abschließenden Einschätzung des Social Media Releases in Thesenform

Was ist ein Social Media Release?

Der Social Media Release ist neue Form der Online Veröffentlichung und Verbreitung von Nachrichten und Informationen, welche den veränderten Informations-, Medienrezeptions- und Kommunikationsbedingungen im Internet gerecht werden will. Ihm zu Grunde liegt die Annahme, dass klassische Pressemitteilungen im Internet nicht mehr die bestmögliche Form der Nachrichten- und Informationsverbreitung sind. Deswegen wird der Social Media Release manchmal auch ein wenig unglücklich und irreführend als Pressemitteilung 2.0 bezeichnet.
Unternehmen die bereits Social Media Releases einsetzen sind unter anderem: Cisco, Coca Cola, Deutsche Kreditbank AG, Electrolux, Ford, General Motors, SAP, Symantec, Volvic und VW.

Wie erreichen die Inhalte einer Pressemitteilung oder eines Social Media Releases die Ziel- und Bezugsgruppen Online in der Internet und Social Web Ära?
Zum leichteren Verständnis einige Grundgedanken hinter dem Social Media Release und seiner Anwendung, vor allem im Vergleich zur klassischen unidirektionalen Pressemitteilung,  habe ich folgendes Model erstellt:
Model 1
(Bitte anklicken für großes Bild)

Weitere Informationen über den Social Media Release:
Anstatt hier 50 Links zu posten, möchte ich auf das Quellenverzeichnis des eBooks verweisen. Dieses enthält sehr viele Blogeinträge und andere Quellen, die weitere Informationen, Ideen und Meinungen zu den unterschiedlichen Aspekten des Social Media Releases bieten.

9 Thesen zum Social Media Release
Die Ergebnisse meiner Bachelor-Arbeit habe ich in den folgenden 9 Thesen zusammengefasst, die ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte. Meinungen, Anregungen, Ideen, Kritik und Gedanken sind jederzeit herzlich willkommen.

1. Der Social Media Release ist eine neue Art Nachrichten und Informationen Online zu veröffentlichen und zu verbreiten, welche den veränderten Informations-, Medienrezeptions- und Kommunikationsbedingungen im Internet gerecht werden will.
Der Social Media Release ist dabei ein Versuch Inhalte, Distributionskanäle sowie die Erwartungen und Ethiken des Social Webs bestmöglich für die Verbreitung von Informationen und Neuigkeiten im Internet zu kombinieren. Blogger, Podcaster, Konsumenten, Online Journalisten und sonstige interessierte Bezugsgruppen, die im Social Web aktiv sind, sollen hier die Möglichkeit bekommen, sich multimedial und im Hinblick auf die Aufbereitung und Distribution der Inhalte in Web 2.0 optimierter Weise über die gegebenen Themen und Neuigkeiten zu informieren und zusammengefasst im Social Media Release schnell alle Inhalte zu finden, die sie benötigen, um aus den Informationen und Neuigkeiten eigene Inhalte für das Social Web zu generieren.

2. Der Social Media Release ersetzt nicht die klassische Pressemitteilung. Er ergänzt sie oder wird für Themen und Inhalte eingesetzt, für die keine klassische Pressemitteilung veröffentlicht wird.

3. Während die klassische Pressemitteilung unidirektional Informationen verbreitet, kann der Social Media Release als dialogische Plattform (ständig aktualisiert) Berichterstattung, Diskussionen, weitere Hintergrundinformationen und Meinungen zu seinem jeweiligen Thema vermitteln.

4. Die Zielgruppen des Social Media Releases sind nicht primär Journalisten. Je nach Inhalt und Herausgeber kann der Social Media Release die unterschiedlichsten Zielgruppen haben, z.B. Blogger, Bestands- und Neukunden, Journalisten von Fachmagazinen, allgemeine On- und Offline Journalisten, Affiliate-Partner, Jobinteressenten, Investoren, Analysten, alle Menschen, die Online Inhalte publizieren, und alle sonstigen interessierten Bezugsgruppen

5. Der Social Media Release hat keinen fest definierten strukturierten Aufbau. Je nach Ziel, Zielgruppen und Anwender kann die inhaltliche Gestaltung des Social Media Releases angepasst werden.

6. Der Social Media Release hat keinen fest definierten Distributionsweg. Je nach Ziel, Zielgruppen und Anwender wird ein Social Media Release unterschiedlich veröffentlicht und verbreitet.

7. Der Social Media Release löst nicht das Problem von schlecht geschriebenen Pressemitteilungen ohne Nachrichtenwert. Auch beim Social Media Release ist es am wichtigsten, dass die Inhalte für die Bezugsgruppen interessant und relevant sind.

8. Der Social Media Release ist ein (kleiner, erster) Schritt auf dem Weg, dass seit Jahrzehnten etablierte Nachrichten- und Informations-vermittlungssystem von Unternehmen und Agenturen an die veränderten Informations-, Medienrezeptions- und Kommunikationsbedingungen im Internet anzupassen.

9. Aufgrund von mangelndem Wissen und Verständnis von Kommunikationsverantwortlichen gegenüber den neuen medialen Bedingungen im Internet und im Social Web ist es derzeit oft schwer, die für die Erstellung, Generierung und Distribution der Inhalte eines SMRs notwendigen, abteilungsübergreifenden Prozesse in Unternehmen und Agenturen zu etablieren.

Das eBook und die hier von mir veröffentlichten Inhalte erscheinen unter der
Creative Commons Lizenz:
Creative Commons Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/


17 Responses to “ eBook zum Social Media Release ”

Comments:

  1. Johanna says:

    Hallo Timo,

    vielen Dank, dass Du Deine Ausarbeitungen zugänglich machst. Ich habe gerade einmal reingelesen und findes es sehr spannend. Besonders gespannt bin ich auf die Praxisbeispiele. Ich selbst habe noch keine Erfahrungen mit dem Social Media Release gemacht, bereite aber gerade eines für ein neues Webradio vor. Ich bin sehr gespannt, was daraus wird und werde dies auch mal dokumentieren.

    Vielleicht einmal kurz einige Gedanken, die ich mir zum Social Media Release gemacht habe(eher ungeordnet und impulsiv):

    - SMR in den einzelnen Branchen: Für einige Unternehmen, Projekte, Einzelpersonen oder Organisationen ist der SMR als neue Art der Informationsvermittlung sehr gut geeignet, um direkt in die Zielgruppen zu kommunizieren. (Z.B. Medien, Online-Branche, andere interneterfahrene Branchen)
    Für andere Unternehmen etc. hingegen ist es zur Zeit noch etwas zu früh, scheint mir. Insbesondere viele mittelständische Unternehmen oder auch Organisationen und Unternehmen im Medizin- und Healthcarebereich setzen sehr stark auf die klassischen Medien. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in diesem Bereich die Public Relations an sich, im Unterschied zur klassischen Werbung gerade erst beginnen zu sacken. Mit Social Media Relations können viele so gar nichts anfangen.

    Beispiele und Erfahrungen aus diesen Bereichen würden mich sehr interessieren.

    - Datenflut? Ich könnte mir vorstellen, dass ein SMR dazu verleitet, zu viele (auch unnütze) Daten zu verbreiten, vielleicht weil sie einfach sowieso auf dem Agenturserver liegen und gut passen. Beispiel Fotos: Während in einer Pressemitteilung zum Beispiel ein oder maximal zwei, drei gute Pressefotos angefügt werden, verleitet z. B. Flickr dazu, sehr viel Fotomaterial einzustellen.

    Viele Grüße
    Johanna

  2. Timo Lommatzsch says:

    @Johanna: herzlichen Dank für dein Feedback!
    - Bezüglich der Datenflut: Naja ein entscheidender Grundgedanke beim SMR ist ja zu schauen, was ist wirklich relevant an (multimedia) Inhalten für die jeweiligen Zielgruppen. Aber natürlich kann man z.B. in einem extra verlinkten Flickr Account weit mehr Bilder präsentieren. Der Rezipient kann dann dort vor Ort ja selbst entscheiden, in wie weit er sich „fluten“ lassen will. Im besten Fall finden hier unterschiedliche Zielgruppen unterschiedliche Bilder, die für ihre jeweiligen Medien oder Belange interessant sind. Im schlechtesten Falle interessiert es keinem ;)
    - Bezüglich Healthcare: Auf PR-Seite habe ich hier keine Erfahrungen. Das verstehe ich persönlich aber überhaupt nicht. In meinem Bekanntenkreis wird über alle Altersstufen hinweg bei allen medizinischen Fragen, sein es nun Symptome, Ärzte, Behandlungen, Medikamente oder medizinische Hilfsmittel für Oma, erstmal im Netz geschaut und gegoogelt. Dabei legt man besonders Wert auf persönliche Erfahrungsberichte und Meinungen. Warum die Organisationen und Unternehmen im Medizin- und Healthcarebereich wie du schreibst hier nicht auf die eine oder andere Art an der Diskussion teilnehmen, ist mir ein absolutes Rätsel.

  3. ralf says:

    Respekt! Grossartige Zusammenfassung. Toller Service! Vielen Dank!

  4. Timo Lommatzsch says:

    @ralf: Herzlichen Dank für das Feedback!

  5. Roland Judas says:

    Tolle Arbeit Timo. Vielen Dank. Dann hoffen wir mal, das wir damit dem Marketing/PR 1.0-Dinos zeigen können was Web 2.0 bedeutet.
    Power to the people.

  6. Karin Janner says:

    Hallo Timo,

    super e-Book, habe es soeben in meinem Blog beworben :-)

    (hab Dir einen Trackback geschickt, der ist aber nicht angekommen)

    Beste Grüße,
    Karin Janner

  7. Timo Lommatzsch says:

    @Roland, @Karin: Vielen lieben Dank für das Feedback!

  8. Marko Krause says:

    klingt spannend. vielen dank für deine mühen. werde es mir mal in ruhe anschauen. hatte von dem thema das erste mal in der w&v erfahren.

  9. Veit Schenk says:

    ich denke die SMR sind ein weiterer Schritt in die Richtung Dialogmarketing, welches immer mehr das “traditionelle” Einweg-Marketing ablösen wird.
    Das große Problem für viele KMU wird sein, dies auch in die Praxis umzusetzen — einfach aus Zeit/Personalgründen.

  10. Timo Lommatzsch says:

    @Veit: “Das große Problem für viele KMU wird sein, dies auch in die Praxis umzusetzen — einfach aus Zeit/Personalgründen.” Klar, das ist für alle Unternehmen allen Neuerungen das Problem. Erst wenn es ein konkreter Nutzen erkennbar ist oder ein konkretes Problem besteht, wird meist nach neuen Lösungen gesorgt. KMUs haben hier aber viel chancen, vor allem wenn sie auf Nischenzielgruppen abzielen, die viel Online sind. Meist liegt es dann an einem kompetenten, engagierten Mitarbeiter, der bei einem KMU best practice schafft und andere ziehen dann nach … mal sehen, was da in Deutschland passieren wird.

  11. Jan says:

    Hallo Timo, erts einmal vielen dank für die wirklich gute Arbeit. Ich bin gerade dabei meine Diplomarbeit zu schreiben. Es geht darum für ein traditionelles Maode-Unternehmen im Social Media Marketing eine jüngere Zielgruppe zu erreichen (30-40). Nach dem Lesen deiner Arbeit, hatte ich die Idee es vielleicht über SMR zu versuchen. Mir fehlen immoment noch die praktishcen erfahrungen dazu. Könntest du mir da weiter helfen?

    Liebe Grüße Jan

  12. Hanna says:

    hallo, der link zum pdf funktioneirert leider nciht mehr. Kannst du das vielleicht beheben? ich würde mir gern das pdf herunterladen. vielen dank! beste grüße
    hanna

  13. Timo Lommatzsch says:

    @Hanna: hui, danke für den Hinweis, sollte wieder funktionieren!

  14. Ramona says:

    Ganz andere Frage: Heißt es “der” Social Media Release? Release in Bezug auf Software wird mit neutralem Artikel verwendet. Anglizismen richten sich auch nach dem Geschlecht der Übersetzung, das wäre hier “die”. Hmm, wie ist es richtig?


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